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Querdenker-Demo bei Luther-Jubiläum

Aufruf zur Nächstenliebe: Das Netz feiert Wormser Polizisten

Der Wormser Polizeichef Thomas Lebkücher in der Debatte mit Querdenkern:  Das Netz feiert den Polzieibeamten

Der Wormser Polizeichef Thomas Lebkücher in der Debatte mit Querdenkern: Das Netz feiert den Polizeibeamten

Klare Worte hat am Wochenende der Wormser Polizeichef Thomas Lebkücher gefunden, als Querdenker sich bei Protesten gegen die Luther-Feierlichkeiten nicht an die entsprechenden Hygiene-Regeln hielten. Auch ZDF-Satiriker Jan Böhmermann hat das Video inzwischen auf Twitter geteilt.

Ruhig, sachlich, aber entschlossen tritt der Wormser Polizeichef Thomas Lebkücher einigen Corona-Leugnern vergangenes Wochenende bei den Feierlichkeiten zum Reichstagjubiläum in Worms entgegen und bittet die Menschen, sich an die Corona-Regeln zu halten. 

Bezug auf das christliche Gebot der Nächstenliebe

Der Polizist bittet in dem circa 90-Sekunden langen Video in der Nähe des Lutherdenkmals in Worms die Menschen, aufeinander Rücksicht zu nehmen in Zeiten der Pandemie. Er begründet dies vor allem mit dem christlichen Gebot der Nächstenliebe. Auf die Frage eines Corona-Leugner: "Was würde Jesus dazu sagen?" entgegnet der Beamte: "Der würde sagen, ihr sollt keinen anderen schaden!" 

Daraufhin zitiert er auch noch aus der Bibel und verweist auf die von Jesus praktizierende Nächsten- und Feindesliebe: "Das ist das fundamentale Gebot. Und wenn wir uns alle daran halten, haben wir kein Problem."

Dutzende Kommentare unter dem Video auf Twitter

Ein Nutzer hatte das Video mit den Worten "Dieser Polizist bringt es wunderbar und exakt auf'n Punkt" hochgeladen. Es wurde inzwischen über 250.000 mal angesehen und tausendfach geteilt. Auch der bekannte "ZDF Magazin Royal"-Moderator und Satiriker Jan Böhmermann teilte den Clip auf seinem Twitter-Account.

"Danke. Diese Klarheit wünschte ich mir von vielen Christinnen und Christen in diesen Zeiten", schreibt etwa ein User unter den Film. Ein anderer meint: "Bin zwar selbst nicht gläubig, aber genauso habe ich das Gebot der Nächstenliebe auch verstanden und versuche mich bestmöglich daran zu halten, da es für mich plausibel ist."

"Querdenker"-Gruppe teilweise ohne Maske und Abstand

Die Feier zum 500. Jubiläum Wormser Reichstag konnte aufgrund der hohen Infektionszahlen nur digital stattfinden. Publikum war nicht zugelassen. Einige Gegner der Corona-Politik hatten sich aber doch vor Ort versammelt - teilweise ohne Mund-Nasen-Schutz und ohne Abstand. 

Nach Informationen der Wormser Zeitung handelte es sich um eine Gruppe um den bekannten "Querdenker" Heinrich Fiechtner aus Stuttgart. Die Gruppe plante einen "Gottesdienst", der zuvor durch ein Gericht untersagt wurde. 

HIER geht es zum Video


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